DIN EN 17210

Das Deutsche Institut für Normung e.V. (DIN) erarbeitet Normen und Standards als Dienstleistung für Wirtschaft, Staat und Gesellschaft. Durch die Verweisung auf Normen kann der Gesetzgeber zudem wesentlich flexibler auf Änderungen im Stand der Technik reagieren. Bindend werden Normen nur dann, wenn sie Gegenstand von Verträgen zwischen Parteien sind oder wenn der Gesetzgeber ihre Einhaltung zwingend vorschreibt. Normen sind eindeutige (anerkannte) Regeln, daher bietet der Bezug auf Normen in Verträgen Rechtssicherheit. Im Rechtsstreit billigt ein Richter der DIN-Norm regelmäßig den „Beweis des ersten Anscheins“ zu. Eine widerlegbare Rechtsvermutung (Beweislastumkehr).
(Quelle: www.din.de)

Die auf Konsensbasis bestehenden Normenausschüsse, wie der Normenausschuss Bauwesen (NABau), erarbeiten Normen für barrierefreie Gestaltung von Verkehrsräumen (z.B. DIN 18040-1). Der Normenausschusses Medizin (NAMed) steht für den Bereich der Verkehrsraumplanung in Relevanz (z.B. DIN 32975). Diese Normausschüsse definieren die technischen Voraussetzungen für die Einhaltung von Barrierefreiheit.

DIN EN 17210, Ausgabe 2021-08
Barrierefreiheit und Nutzbarkeit der gebauten Umgebung – Funktionale Anforderungen

Zum Inhalt:

Die europäische Norm beschreibt grundlegende, allgemeine Mindestanforderungen und Empfehlungen für eine barrierefreie und nutzbare gebaute Umgebung nach den Prinzipien des „Design for All“. Sie legt fest, was notwendig ist, mit diesen Prinzipien übereinzukommen und was eine gleichberechtigte und sichere Nutzung für eine Vielzahl von Nutzergruppen erleichtert.

Im Zusammenhang mit der gebauten Umwelt wurde in Deutschland bislang die Barrierefreiheit von öffentlich zugänglichen Gebäuden, Wohnungen sowie Verkehrs- und Freiflächen nach der Normenreihe DIN 18040 „Barrierefreies Bauen“ geplant und umgesetzt. Es sind die Teilnormen:

  • Teil 1: „Öffentlich zugängliche Gebäude“ (Ausgabe Oktober 2010)
  • Teil 2: „Wohnungen“ (Ausgabe September 2011)
  • Teil 3. „Öffentlicher Verkehrs- und Freiraum“ (Ausgabe Dezember 2014)

Die europäische Norm verfolgt einen anderen Ansatz und weist eine wesentlich komplexere Struktur auf. Sie bedient sich zwar auch der Formulierung von Schutzzielen, die hier als funktionale Anforderungen und Empfehlungen bezeichnet werden. Zusätzlich wurde jedem einzelnen Abschnitt eine allgemeine Begründung der zugehörigen Anforderungen und Empfehlungen vorangestellt, die als ein einziges Dokument alle relevanten Aspekte der Barrierefreiheit anzusprechen.

Zunächst dient diese europäische Norm als ergänzende Informationsquelle. Die Planung der Barrierefreiheit der gebauten Umgebung unterliegt bis zum Ablauf der Übergangsfrist (36 Monate nach Veröffentlichung der europäischen Norm als DIN EN 17210) in Deutschland weiterhin den Normen der Reihe DIN 18040 „Barrierefreies Bauen“ [August 2024]. Diese wird im Rahmen der Überarbeitung zu einer „nationalen Anwendungsnorm“ von DIN EN 17210 entwickelt und die technischen Parameter enthalten, die zur Umsetzung der verbal umschriebenen Anforderungen und Empfehlungen aus DIN EN 17210 notwendig sind.

(Inhalt in Anlehnung an „Barrierefreies Bauen nach Norm in Deutschland“ von Guido Hoff, DIN e. V. 06.01.2021)
Der Preis für die DIN EN 17210:2021-08 mit 324 Seiten beträgt 446,90 € als PDF, in Druckversion 540,20 €. Weitere Einzelheiten zum Inhalt siehe: www.beuth.de

DIN 32975, Ausgabe 2009-12
Gestaltung visueller Informationen im öffentlichen Raum zur barrierefreien Nutzung

DIN 32977-1, Ausgabe 1992-07
Behinderungsgerechtes Gestalten; Begriffe und allgemeine Leitsätze

DIN 32984, Ausgabe 2020-12
Bodenindikatoren im öffentlichen Raum
Ersatz für DIN 32984 (2011-10) und E DIN 32984 (2018-06)

Zum Inhalt:
In dieser Norm sind typische Grundsituationen mit Standardlösungen von Bodenindiktoren aufgezeigt, durch deren Einhaltung die erforderliche Einheitlichkeit geschaffen werden soll, die für eine sichere Orientierung erforderlich ist. Die Norm zeigt auch an einzelnen Beispielen die Anforderungen und Merkmale für „sonstige Leitelemente“ die von blinden und sehbehinderten Menschen zur Wegeleitung und Orientierung taktil und visuell genutzt werden können. Folgende Änderungen wurden u.a. vorgenommen:
Die Terminologie in der DIN 32984 wurde weitgehend an die DIN 18040-3 und die Veröffentlichungen der FGSV angeglichen.

Die orthogonale Anordnung der Noppen wurde auf Ausnahmefälle (Einfräsung in Naturstein) beschränkt, da die diagonale Noppenstruktur sich leichter durch Rollstuhl- und Rollatornutzer überrollen lässt und sie von blinden und sehbehinderten Menschen besser mit dem Langstock erkannt wird.

Einstiegsfelder in Leitstreifen auf Haltestelleninseln und Bahnsteigen werden mit einem exzentrisch quadratischen Feld angezeigt. Diese Verlegung ist mit dem Langstock besser erkennbar.

Die Anordnung des unteren Aufmerksamkeitsfeldes vor der Treppe wurde wegen der häufig nicht ausreichend berücksichtigten visuellen Kontrastanforderung zwischen Stufenkantenmarkierung und Aufmerksamkeitsfeld auf einen Regelabstand von 60 cm geändert.

Redaktionelle Überarbeitung der Verweise und des gesamten Dokuments unter Berücksichtigung der in der Zwischenzeit erschienenen relevanten Normen.
Weitere Einzelheiten zum Inhalt siehe: www.beuth.de

DIN 32981, Ausgabe:2018-06
Einrichtungen für blinde und sehbehinderte Menschen an Straßenverkehrs-Signalanlagen (SVA) – Anforderungen

Zum Inhalt:
Diese Norm legt Anforderungen an taktile und akustische Einrichtungen bei ortsfesten Straßenverkehrs-Signalanlagen (SVA) und Fußgängerfurten im öffentlichen Straßenraum in Verbindung mit DIN 18040-3, DIN EN 50556, DIN VDE V 0832-110, DIN EN 50293 und den Richtlinien für Lichtsignalanlagen (RiLSA) fest. Diese Norm gilt auch für transportable Lichtsignalanlagen mit kreuzendem oder einmündendem Verkehr, wenn Zusatzsignale für blinde und sehbehinderte Menschen gefordert werden
Weitere Einzelheiten zum Inhalt siehe: www.beuth.de

DIN 32986, Ausgabe 2019-06
Taktile Schriften und Beschriftungen- Anforderungen an die Darstellung und Anbringung von Braille- und erhabener Profilschrift

Zum Inhalt:
Die Beschriftung von beispielsweise Handläufen, Türen, Aufzugstableaus, Bedienelementen sowie von Lageplänen, Reliefs und Modellen im Außenbereich mit Braille- und erhabener Profilschrift sowie Piktogrammen dient der Wegeleitung und Orientierung von blinden und sehbehinderten Personen in Verkehrsanlagen und öffentlich zugänglichen Gebäuden sowie in Gemeinschaftseinrichtungen von Wohnanlagen. Diese Norm legt Anforderungen und Maße für die Brailleschrift (Blindenschrift) und erhabene Profilschrift zur Verwendung im Innen- und Außenbereich fest. Sie regelt die Gestaltung und Anordnung der Informationselemente, damit blinde und sehbehinderte Menschen diese Informationen flüssig erkennen, lesen und interpretieren können.
Weitere Einzelheiten zum Inhalt siehe: www.beuth.de

DIN 18040-3, Ausgabe 2014-12
Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen
Teil 3: Öffentlicher Verkehrs- und Freiraum
– Der 3. Teil der DIN 18040 komplettiert die beiden anderen Normteile zum barrierefreien Bauen von Teil 1 und Teil 2.

Diese Norm beinhaltet Grundlagen für die Planung, Ausführung und Ausstattung von barrierefreien Verkehrs- und Außenanlagen im öffentlich zugänglichen Verkehrs- und Freiraum und enthält neben allgemeinen Planungsanforderungen besondere Planungsanforderungen an die barrierefreie Gestaltung von Verkehrs- und Außenanlagen. Sie gibt darüber hinaus Hinweise für die barrierefreie Gestaltung von Außenanlagen, die nicht öffentlich zugänglich sind.
Der Teil 3 ersetzt die DIN 18024-1 von 1974 und 1998
Weitere Einzelheiten zum Inhalt siehe: www.beuth.de

DIN 18040-02, Ausgabe 2011-09
Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen
Teil 2: Wohnungen
Teil der DIN-Reihe 18040 gilt für die barrierefreie Planung, Ausführung und Ausstattung von Wohnungen, Gebäuden mit Wohnungen und deren Außenanlagen, die der Erschließung und wohnbezogenen Nutzung dienen. Die DIN führt auf, unter welchen technischen Voraussetzungen Gebäude und bauliche Anlagen barrierefrei sind. Darin sind berücksichtigt die Bedürfnisse von Menschen mit Seh- oder Hörbehinderung oder motorischen Einschränkungen sowie von Personen, die Mobilitätshilfen und Rollstühle benutzen.

Im Gegensatz sind die DIN 18025-1: 1992-12 und DIN 18025-2: 1992-12 zurückgezogenen.

DIN 18040-01, Ausgabe 2010-10
Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen
Teil 1: Öffentlich zugängliche Gebäude
Teil 1 gilt für die barrierefreie Planung, Ausführung und Ausstattung von öffentlich zugänglichen Gebäuden mit den dazugehörigen Außenanlagen, die für die Nutzung durch die Öffentlichkeit vorgesehen sind. Diese Norm will sicherstellen, dass über technische Voraussetzungen an Gebäuden und anderen baulichen Anlagen allen Personen eine selbstbestimmbare, unabhängige und selbstständige Nutzung ermöglicht wird, die auch Personen mit sensorischen Anforderungen Rechnung tragen sollen.
Im Gegensatz zur zurückgezogenen DIN 18024-2:1996-11 werden Arbeitsstätten in dieser Norm nicht mehr geregelt.
Weitere Einzelheiten zum Inhalt siehe: www.beuth.de

E DIN 18030, Ausgabe 2006-01
Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen, Normentwurf
Diese Norm sollte alle barrierefreie Normen zusammenfassen und damit DIN 18024 und DIN 18025 ersetzen. Der Entwurf wurde 2006 vorgelegt, stieß auf erheblichen Einspruch und wurde wieder zurückgezogen.

barrierefreie Gestaltung Verkehrsraum - Plätze
Ausschnitt einer Fußgängerzone mit Aufenthaltsfunktion am Wasserspiel - ein Anziehungspunkt für Alle -

Bildliche Anwendungsbeispiele Grundfunktionen barrierefreier Räume

Linierug

barrierefreie Gestaltung Fußwege
Beispiele von taktilen Orientierungsmöglichkeiten im Freiraum für blinde und sehbehinderte Menschen
  1. Abb.: Geschlossene Häuserfront
  2. Abb.: Leitstreifen mit Bodenindikatoren
  3. Abb.: Taktiler u. visueller Pflasterstreifen
  4. Abb.: Rinnenabdeckung analog DIN 32984

Zonierung

barrierefreie Gestaltung Verkehrsraum - Zonierung
Beispiele von barrierefreien innerstädtischen Routen durch Materialwechsel im Seitenraum mit selbsterklärender Wegeführung

Vorteile:

  • angenehme Berollbarkeit des Plattenstreifens für Personen mit fahrbaren Mobilitätshilfen
  • gute Begehbarkeit des Plattenstreifens für alle Fußgänger
  • visuelle Wahrnehmbarkeit der Oberfläche für sehbehinderte Personen
  • taktile Wahrnehmbarkeit der Oberfläche für Personen mit dem Langstock

Kontrastierung

barrierefreie Gestaltung Verkehrsraum - Kontrastierung
Beispiel von Freiräumen mit verschiedenen Gestaltungselementen im Bezug zur Kontrastität

Bild links: Nur visueller Kontrast – kein taktiler Kontrast für Langstocknutzer
Bildmitte: Nur taktiler Kontrast – kein visueller Kontrast für Sehbehinderte
Bild rechts: Taktiler und visueller Kontrast – für Blinde und Sehbehinderte

HINWEIS
Nach dem Zwei-Sinne-Prinzip müssen im Bezug zur Barrierefreiheit der visuelle und taktile Kontrast gewährleistet sein (DIN 18040-3). Das Leitsystem im Freiraum kann auf separate Orientierung ausgerichtete sein, muss aber zusammenhängend (konsistent) umgesetzt werden.

Oberflächenbeschaffenheit barrierefreier Räume

Anforderungen
■ fest, eben, griffig, fugenarm bzw. engfugig,
■ rutschhemmend (SRT-Wert > 55)
■ erschütterungsarm berollbar, besonders für Rollstuhl- und Rollatornutzer
■ blendfreier Oberflächenbelag

 

So nicht!
Spaltraues Pflaster mit vielen Fugenanteilen erschweren das Befahren des Rollstuhls
(Oberfläche ist nicht barrierefrei)

So ist es richtig!
Ebene griffige Platten gewähren eine angenehme Begehung und Befahrbarkeit mit fahrbaren Mobilitätsmitteln
(Oberfläche mit barrierefreier Nutzung)

Thematik im Handbuch

sind im Handbuch
Teil 1, „IM DETAIL -Gestaltung barrierefreier Verkehrsraum“
aufgeführt.

ALLGEMEINE INFORMATION

Urbane Freiräume barrierefrei zu gestalten ist ein erklärtes Ziel in unserer Gesellschaft. Die barrierefreien Herausforderungen bestehen darin, diese Freiräume so zu gestalten, dass sie attraktiv und zugänglich sind sowie den Anforderungen verschiedener Nutzergruppen mit und ohne Behinderungen möglichst gerecht werden.

Die Planung dieser Freiräume unterliegen einen komplexen Beteiligungsprozess im Zusammenwirken der Nutzer, Anlieger, Politik, Ämter verschiedener Ressorts der Verwaltung, Migranten, Behindertenverbände, Landschaftsarchitekten sowie Straßen- und Verkehrsplaner etc.

Der öffentliche Freiraum ist im Sinne der Inklusion neu zu interpretieren und sollte entsprechende Entfaltungsmöglichkeiten im jeweiligen Stadtquartier schaffen. Eine hohe Aufenthaltsqualität mit Überschaubarkeit in der Betrachtung von

  • Orientierung,
  • Barrierefreiheit,
  • Sicherheitsempfinden (z. B. für Kinder, Eltern und für ältere Menschen) ist zu garantieren.

Für die Gestaltung barrierefreier Freiräume im Bezug der Auffindbarkeit, Erreichbarkeit, Zugänglichkeit und Nutzbarkeit im Fußgängerlängs und -querverkehr sind die nachstehenden Grundfunktionen zu beachten:

Grundfunktionen barrierefreier Räume

Linierung

durch taktile Leitlinien am Bestand sowie durch entsprechende Bauelemente
des Verkehrsraumes mit einer durchgängigen Ertastbarkeit des Weges
(z. B. äußere Leitlinie – taktile Borde > 6 cm Ansicht)
(z. B. innere Leitlinie – Gebäudekanten, taktile Randeinfassungen etc.)
mithilfe von taktilen Bodenelementen
Zielgruppe: Menschen mit Blindheit und Sehbehinderungen (Langstocknutzer)

Zonierung

in Form hindernisfreier Bereiche mit Hilfe von visuellen und taktilen
Materialwechsel (kontrastierenden Oberflächenbelag) für

  • unterschiedliche Nutzung einzelner Bereiche für Aufenthalt, Möblierung etc.
  • selbsterklärende Wegeführung

Zielgruppe: Menschen mit Gehbehinderungen, mit fahrbaren Mobilitätsmitteln, blinde und sehbehinderte Menschen

Kontrastierung

in Form hindernisfreier Bereiche durch visuellen und taktilen Materialwechsel für

  • unterschiedliche Nutzung einzelner Bereiche zum Aufenthalt, für Möblierung etc.
  • selbsterklärende Wegeführung

Zielgruppe: Menschen mit Gehbehinderungen, mit fahrbaren Mobilitätsmitteln, blinde und sehbehinderte Menschen

Novellierung

bedeutet Vermeidung von Stufen und Kanten innerhalb des Gehbereiches
Zielgruppe: Menschen mit Gehbehinderungen, mit fahrbaren Mobilitätsmitteln blinde und sehbehinderte Menschen

Die Komponenten Linierung, Zonierung, Kontrastierung einschließlich Nivellierung bilden im Kontext eine Einheit.

Grundlagen - Leitsystem

Planungsorientierung
  • Erstellung eines Gesamtkonzeptes zur Erschließung des räumlichen Umfelds (Parkplätze, ÖPNV, Straßenraum, Beleuchtung, Beschriftung etc.).
  • Anzustreben sind angemessene gestalterische und ästhetische Lösungen, keine abgekoppelte Einzelmaßnahmen
  • Integrierung städtebaulicher Anforderungen nach Bedarf der Implementierung des Denkmalschutzes, die Barrierefreiheit mit denkmalgeschützter Architektur ästhetisch und funktional im Einklang zu bringen!
Bauliche Anforderungen
  • Klare Linienführung und strukturierte Bepflanzung
  • Ausreichender Raum für komplexe Bewegungsvorgänge, Aufenthalt und Stadtmobiliar
  • Optischer Kontrast zwischen Hauptwegen und seitlicher Nutzung (z. B. Geschäftsauslagen, Werbung und Verweilflächen mit Sitzbänken und Tischen)
  • Hauptwegerichtungen in ausreichender Breite (mindestens 2,00 m, wenn kein Sicherheitsraum erforderlich ist)
  • möglichst stufenlos (Rampenausbildung)
  • Beachtung der zulässigen maximal Längs- und Querneigung
  • Einhalten der lichten Höhe (von mindestens 2,25 m)
  • Ausreichende blendfreie Beleuchtung in den Hauptwegebeziehungen
  • Gewährleistung der Feuerwehrzufahrt
  • gut sichtbare Wegebeschilderung (DIN 32975)

Orientierungsmöglichkeiten für Blinde und Sehbehinderte

Schaffung eines geschlossenen Leitsystems durch taktile und visuelle erkennbare Wegeführung (z.B. Leitstreifen oder Rinne, wenn Häuserfront oder sonstiges nicht
möglich ist)

  • auf Plätzen und große Gehbereiche (Fußwegbreite > 8 m)
  • an Wegeführung mit Lücken
  • an Aufzügen
  • bei Verkehrsflächen mit Niveauwechsel (z.B. Treppenanlagen)
  • an Zugänge zu öffentlichen Verkehrsmitteln
    (Haltestellen, Taxistände, Bahnsteigen)
  • bei Eingängen öffentlicher Gebäude (Rathäuser, Gerichtsgebäude, Krankenhäuser)
  • an Überquerungsstellen evtl. über Fahrbahnen (Pflasterstreifen)

Weitere Informationen mit Entwurfsbeispielen über barrierefreien Freiräumen wie,

  • Platzgestaltung
  • Fußgängerzone
  • Verkehrsberuhigter Bereich
  • Shared Space-Bereich

 

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